UPSIDEDOWN_Werkreihe

Gedanken
Mit Hilfe der Photographie ergründe ich das Wechselspiel meiner Welt. Dabei spielen Tiere, Pflanzen und Licht die Hauptrolle in meinen Werken. Wissentschaftliche Erkenntnisse und Gedanken aus Vergangenheit und
Gegenwart helfen mir bei meinen Erkundungen.

Auf die Suche gehen und das Leben beschauen, seine Vielfalt darstellen. Der Kreis, Anfang und Ende. Nie stillstehen und auch manchmal ins Trudeln geraten. Zeitweise eine perfekte Spirale, Zeit und Raum verschmelzen. Die Objekte die ich photographisch verwende (Federn, Blüten, Insekten, Vögel) bekommen eine neue Bedeutung – ein übereinanderlagern, auseinanderfliessen und wieder verschmelzen, ergeben sie neue Formen und Objekte. Meine UpSideDowns nehmen diesen Rhythmus auf. Sie geben sich einerseits der Kreisbewegung hin, aber zeigen sich auch als chaotische Welt, welche die Schönheit des Kosmos spiegelt.

Technik
Es geht mir (wie bei allen meinen Bildern) um den zeichnerischen- wie auch malerischen Diskurs. Objekte werden mit Hilfe der photographischen Aufnahme und des anschliessenden ausschneiden, zu den Elementen die ich mit Hilfe der Composetechnik zu neuen Artefakten konvertiere. Das anschliessende komponieren unterliegt dem Konzept der schrittweise (festgelegte Winkel) um einen definierten Mittelpunkt rotierenden Elements. Überschneidungen, Durchbelichtungen und Tranzparenzen ergeben sich im Prozess des Werdens. Auf einen unbehandelten Büttenkarton werden mittels pigmentierter HDR-Tinten fünf dauerhafte Drucke hergestellt. Sie werden einzeln nummeriert und zertifiziert. Es entstehen auch Edeldrucke (Cyanotypien, Blaudruck), teilvergoldet (23Karat), sie gibt es nur als Unikate. Viele der Bilder sind in der Chromadepth-Technik komponiert worden und zeigen dem Betrachter noch viele Ebenen hinter der Oberfläche. Dazu benötigt man eine spezielle Prismenbrille.

Kurz erklärt ist dieser „optische Fehler“ unserer Augen nicht –
hier ein Zitat:
Die chromatische Aberration tritt
beim Auge als Abbildungsfehler auf.
Im Normalfall bemerken wir ihn jedoch nicht. Eine Brille, die ein spezielles Beugungsgitter enthält, verstärkt diese chromatische Aberration und läßt geschickt farbig
gestaltete Bilder räumlich erscheinen.

aus: Physik in unserer Zeit 30 (1999),
Heft Nr. 2 :Christian Ucke und Rainer Wolf